Auszeichnung als Starke Schule

Deutschlands beste Schulen, die zur Ausbildungsreife führen

Foto: Mitteldorf

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Den 8. Platz hat die Konrad-Haenisch-Schule bei der Landesverleihung des bundesweiten Schulwettbewerbs „Starke Schule – Deutschlands beste Schulen, die zur Ausbildungsreife führen“ am 12. Februar 2015 verliehen bekommen. Nach 2007 und 2011 konnte sich die Konrad-Haenisch-Schule damit bereits zum dritten Mal unter den besten Schulen Hessens behaupten.

Um mehr jungen Menschen eine aktive und selbstbestimmte Teilhabe am wirtschaftlichen und sozialen Leben zu ermöglichen, setzt der Wettbewerb „Starke Schule“ am System „Schule“ an. Das Programm verbindet einen bundesweiten Schulwettbewerb für alle allgemein bildenden Schulen, die zur Ausbildungsreife führen, mit einem länderübergreifenden Netzwerk mit umfangreichen Fortbildungsangeboten für Lehrkräfte. Beim größten Schulwettbewerb Deutschlands werden alle zwei Jahre Schulen ausgezeichnet, die sich in herausragender Weise für ihre Schüler einsetzen und diese zur Ausbildungsreife führen. Bei der Bewertung stehen das Schulkonzept sowie die Angebote zur Berufsorientierung und die Förderung der Ausbildungsreife im Mittelpunkt. Die Erfolge jeder Schule werden danach beurteilt, wie die jeweiligen Ressourcen eingesetzt werden, die zur Verfügung stehen. Nicht einzelne Leistungen einzelner Schüler stehen im Mittelpunkt, sondern das Konzept, mit dem die Schule alle Schülerinnen und Schüler unterstützt und fördert.

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Wie viele Schulen leistet auch die Konrad-Haenisch-Schule hervorragende Arbeit in einem sozial schwachen Einzugsgebiet. Die KHS bemüht sich intensiv durch eine Vielzahl von Maßnahmen gegen die kontraproduktiven Stadtteilbedingungen in Fechenheim-Nord anzukämpfen. Als eine von vier Schulen in Frankfurt ist die KHS eine verbundene Grund-, Haupt- und Realschule. Die Schülerinnen und Schüler können also von der 1. bis zur 10. Klasse in der Konrad-Haenisch-Schule bleiben und einen ihren Fähigkeiten entsprechenden Schulabschluss erwerben. Die Schüler der Jahrgangsstufen 5 bis 7 werden in integrierten Klassen gemeinsam auf Realschulniveau unterrichtet. Schon hierin zeigt sich die Einzigartigkeit der KHS.

Als Ganztagsschule bietet die KHS allen Schülerinnen und Schülern bereits ab der Grundschule mit Mittagessen, Hausaufgabenbetreuung, Nachhilfe über die Peter Fuld Stiftung, einer Vielzahl von Arbeitsgemeinschaften u.v.m. ein umfangreiches Angebot zur Förderung und Forderung der persönlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten.

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Das Konzept zur Förderung der Ausbildungsreife zieht sich an der KHS wie ein roter Faden durch die gesamte Sekundarstufenzeit: In den Jahrgängen 5 und 6 erhalten die Schülerinnen und Schüler durch Fächer wie „Starke Seiten“, den „Klassenrat“ und die „KuBi-Stunden“ die Möglichkeit, sich ihrer eigenen Stärken und Talente bewusst zu werden und diese für die Klassengemeinschaft positiv einzusetzen. In der Jahrgangsstufe 7 beginnt mit der Einführung des Berufswahlpasses und der Durchführung des Kompetenzfeststellungsverfahrens „KomPo7“ die konkrete Berufsorientierung. Diese setzt sich dann im achten Jahrgang mit einem zweiwöchigen Betriebspraktikum bei der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main in Weiterstadt und einer Job- und Praktikumsbörse an der KHS fort. Hierdurch wird den Schülerinnen und Schülern ermöglicht, sich während des gesamten Schuljahres über mögliche Praktikumsplätze für das neunte Schuljahr zu informieren. Dieses beginnt dann mit der „Berufsorientierungswoche“, die u.a. Besuche im Besuchsinformationszentrum, bei der Gesellschaft für Jugendbeschäftigung (GJB) und in einem Assessmentcenter beinhaltet. Die Berater der GJB und der Agentur für Arbeit begleiten die Schülerinnen und Schüler während des gesamten Schuljahres im Prozess der Berufsorientierung. Die Schülerinnen und Schüler des Hauptschulzweiges nehmen dann im ersten Schulhalbjahr an einem Praxistag teil, die des Realschulzweiges durchlaufen ein dreiwöchiges Betriebspraktikum. Auch in der Jahrgangsstufe 10 erhalten ausbildungsinteressierte Schülerinnen und Schüler eine umfangreiche Betreuung in ihrem Bewerbungsprozess durch die Berater des Agentur für Arbeit, Klassen- und Fachlehrer, den OloV-Beauftragten unserer Schule und die KuBi-Mitarbeiter unserer Schulsozialarbeit.

Die Ansatzpunkte zur weiteren Ausarbeitung des intensiven Konzeptes zur Förderung der Ausbildungsreife im Rahmen der Berufsorientierungsmaßnahmen sind nur ein Teil des Gesamtkonzeptes der Schule, für welches die Konrad-Haenisch-Schle nun der Preis durch das Land Hessen verliehen wurde. Hiermit werden die pädagogische Arbeit aller Beteiligten und ihr tägliches Bemühen für eine erfolgreiche Zukunft aller Schülerinnen und Schüler der Konrad-Haenisch-Schule zum Ausdruck gebracht. Das Kollegium der Schule sowie alle anderen Beteiligten freuen sich sehr über diese Anerkennung ihrer Arbeit.

Birgid Frenkel-Brandt (Schulleiterin)

Stand: 17. Februar 2015

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